Ferienspiele
Dienstag, 14 August, 2007 at 12:18 vormittags 3 Kommentare
Letzte Woche hat für die argentinischen Schülerinnen und Schüler nach zwei Wochen Winterferien der Unterricht wieder begonnen. Während der Winterferien wurden in der fundación die üblichen Aktivitäten für die Projektteilnehmer eingestellt. Stattdessen wurde eine „colonia“ angeboten – ein Ferienprogramm, bei dem wir Schwimmen gingen.
Zusammen mit Javier (dem Leiter des Sportbereiches von DAD) trafen wir uns morgens mit den älteren Projektteilnehmern (Mädchen und Jungs zwischen 14, der vor einiger Zeit fuer einige Monate Projektteilnehmer war, und 16 Jahren) um mit ihnen schwimmen zu gehen, bzw. ihnen beim Schwimmen lernen zu helfen. So zahlreich erschienen die Jugendlichen zwar nicht, aber im Schnitt waren immer 20 Jugendliche dabei. Einige konnten schon schwimmen, einige jedoch noch nicht (fast die Hälfte).
So halfen wir ihnen bei verschiedenen Übungen und versuchten die oft zu hörende „ach, ich schaff’ das doch eh nicht“-Einstellung „wegzumotivieren“. Die Fortschritte der Jugendlichen waren bemerkenswert, und so lernten Viele grundlegende Techniken des Kraulen, Brust- oder Rückenschwimmen.
Nach dem Schwimmunterricht mit den Älteren fuhren wir schnell zur fundación, wo auch schon die die jüngsten Projektteilnehmer im orangenen Schulbus warteten – unter anderem auch meine Gruppe der Geburtsjahrgänge ’97-’98.
In einer anderen Schwimmhalle mit einem ziemlich flachen Becken konnten wir somit auch mit ihnen schwimmen gehen, was den Kindern ziemlich viel Spaß machte.
Ausgestattet mit Badekappe, Badelatschen und abgeleistetem Gesundheits-/Körpercheck (in Argentinien obligatorisch für den Eintritt in die Schwimmhalle) ging es also los:
Verschiedene Paddel- und Schwimmübungen wurden durchgeführt und so zogen die kleinen Pimpfe bewaffnet mit Schwimmbrettern oder Schaumstoffstangen ihre Bahnen, stets mit uns als Betreuer an der Seite.
Die Arbeit mit den jüngeren Jahrgängen war natürlich aufwendiger als mit den Älteren, da die Konzentrationskurve der Kids schneller abwärts ging oder gerne auch mal im lustigen Nass ersäuft wurde. Trotz dessen konnten wir die fundamentalen Bewegungsabläufe vermitteln und sahen auch hier und da Erfolg und Fortschritt bei den Kindern.

In der Ferienwoche mussten wir leider auch eine schockierende Nachricht zurueckstecken:
Tinga, ein 14 jaehriger Junge aus La Cava wurde toedlich verletzt, als er bei der Flucht vor einer Bande, die ihn schlagen wollte, von einem Auto angefahren wurde. Ich kannte ihn zwar nicht gut, da er nicht oft ins Projekt kam, und hatte nur den einzigen Kontakt zu ihm, als er mir in einer “Tanzstunde” Schritte des argentinischen Folklore beibrachte. Umso mehr schockierte mich die Nachricht als ich die Bilder von ihm im TV und in der Zeitung sah. Die Jugendlichen schienen jedoch nicht so schockiert zu sein, wie ich, was man an ihren relativ lockeren Reaktionen an dem Tag merken konnte. Ich kann nicht sagen, ob die Jugendlichen aufgrund ihres Umfeldes an so etwas gewohnt sind, aber sie besitzen in dem Punkt eine andere Auffassungsgabe, da dies fuer sie nicht die erste Schreckensnmeldung dieser Weise war.
Eintrag abgelegt unter Berichte, Buenos Aires. Tags: .
3 Kommentare Füge Deinen hinzu
Kommentar verfassen
Diesen Artikel zurückverfolgen | Abonniere Kommentare via RSS Feed


1.
David | Freitag, 17 August, 2007 um 12:49 nachmittags
Ey yo cuz
Was geht ab?
Ich bin wieder daheim. Zu krass.
Hoffe, dich bald zu sehen.
Übrigens (ja, nicht mehr UEbrigens), freshe Badekappe.
Man sieht sich, danke für die Weihnachtskarte!
Hau rein
Dave
2.
schwester | Samstag, 18 August, 2007 um 7:07 nachmittags
hey!
ja mir ist die badekappe auch direkt aufgefallen! und v.a. die kottletten hehe
mach weiter so! schönen gruß aus athen!
schwester
ps: nur noch einen monat!!
3.
Vamie Pöcha | Donnerstag, 3 Februar, 2011 um 5:53 nachmittags
Genialer Einfall, dies wollte ich selbst schon immer Mal ausdrücken, wusste aber nicht wie ich dies zu Papier bringen konnte
!